Reisebüros: 3 Tipps für einen besseren Umgang mit Wechselkursrisiken
Am 15. Januar 2015 sorgte das Auslaufen der EUR/CHF-Untergrenze auf dem Devisenmarkt für Unruhe in der Schweizer Tourismusbranche. Dies führte zu sehr unterschiedlichen Situationen zwischen den Reiseveranstaltern, die dank ihrer Politik des täglichen Einkaufs relativ wenig Wechselkursrisiken ausgesetzt waren, und den Reisebüros, die aufgrund ihrer Katalogpreise stark gefährdet waren.
Auch wenn solche Ereignisse glücklicherweise relativ selten sind, stellen die Schwankungen auf dem Devisenmarkt für Reisebüros und ihre Kunden im Alltag nach wie vor eine große Herausforderung dar. Hier sind daher unsere Empfehlungen, wie Sie die Volatilität des Devisenmarktes besser bewältigen, die Rentabilität Ihres Reisebüros sichern und die Zufriedenheit Ihrer Kunden gewährleisten können!
#1 Sich seiner Risikoexposition bewusst sein
Da Reisebüros aufgrund ihrer Tätigkeit täglich Transaktionen in Fremdwährungen durchführen, sind sie sich (und ihre Kunden ebenfalls) des Wechselkursrisikos, dem sie ausgesetzt sind, nicht immer voll bewusst.
Dem Kunden jedoch einen Katalogpreis in Landeswährung für eine Dienstleistung (Flugticket, Hotelübernachtung, Stadtführung…) anzubieten, die er in Fremdwährung erwerben muss, setzt ein Reisebüro zwangsläufig einem relativ hohen Wechselkursrisiko aus – umso mehr, als der Katalog nur selten aktualisiert wird.
Und das aus gutem Grund: Wenn die betreffende Fremdwährung aufwertet, steigen die Kosten der Dienstleistung in Landeswährung für die Agentur, während der im Katalog festgelegte Verkaufspreis unverändert bleibt. Unter dem Strich schrumpfen dann die Margen der Agentur, und im schlimmsten Fall ist sie gezwungen, mit Verlust zu arbeiten…
Um dies zu vermeiden, könnte die Agentur die Preisschwankungen zwar einfach an ihre Kunden weitergeben, doch diese haben in der Regel Schwierigkeiten zu verstehen, warum der ursprünglich angekündigte Preis wenige Tage später nicht mehr derselbe ist. Und wenn es an der Zeit ist, in den Urlaub zu fahren, ist es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Kunden es vorziehen, sich nicht auf eine komplexe Erörterung von Wechselkursproblemen einzulassen!
Gut zu wissen: Da Zahlungen, Stornierungen und Rückerstattungen ebenfalls mit einem Wechselkursrisiko verbunden sein können, insbesondere wenn das betreffende Land von einer gesundheitlichen oder geopolitischen Krise betroffen ist, die nicht nur eine Welle von Stornierungen auslösen, sondern auch den Devisenmarkt destabilisieren kann.
#2 Das Risiko minimieren
Es stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihr Risiko auf dem Devisenmarkt zu verringern.
Zunächst können Sie die Reiseziele, die Sie Ihren Kunden anbieten, überarbeiten. Ein größeres Angebot an Inlandsreisen oder eine breitere Palette an Auslandsreisezielen kann eine gute Möglichkeit sein, Ihre Abhängigkeit von einer bestimmten Währungszone zu verringern.
Darüber hinaus können Sie versuchen, die Zeitspanne zwischen der Präsentation Ihres Katalogangebots und der Entscheidungsfindung Ihrer Kunden zu verkürzen. Dies kann beispielsweise durch die Einführung von zeitlich begrenzten Angeboten oder Sonderaktionen für alle Buchungen innerhalb einer kurzen Frist von 24 oder 48 Stunden geschehen.
Schließlich haben Sie auch die Möglichkeit, auf Ebene der Reisebürofiliale eine Absicherungsstrategie einzuführen, um deren Wechselkursrisiko durch den Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten zu neutralisieren.
Gut zu wissen: International tätige Reisebüros können von einer natürlichen Absicherung profitieren, da sich das Risiko der Filialen in einem Währungsraum durch das Risiko der Filialen in einem anderen Währungsraum ausgleichen kann.
#3 Kunden an den richtigen Dienstleister weiterleiten
Auch wenn eine Anpassung Ihrer Preise an die Schwankungen des Devisenmarktes Ihren Verkaufsprozess unnötig verkomplizieren kann, können Ihre Kunden dem Wechselkursrisiko dennoch nicht vollständig entgehen. Sobald sie sich im Ausland befinden, müssen sie nämlich zwangsläufig akzeptieren, in der Landeswährung zu bezahlen…
Damit ihr Aufenthalt unter den bestmöglichen Bedingungen verläuft und sie Ihre Agentur mit einer positiven Erfahrung verbinden, ist es daher sinnvoll, sie zu beraten.
Wie viel Geld sollten sie pro Tag und Person für ihr Reiseziel einplanen? Wie können sie ihre Währungen zum besten Kurs umtauschen? Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?
All diese Fragen kann Ihre Agentur beantworten, indem sie Ihre Kunden aufklärt und ihnen die besten Wechselstuben empfiehlt, egal ob online oder vor Ort.
So müssen Ihre Kunden ihr Geld nicht am Flughafen umtauschen, wo sie nach einer langen Reise erschöpft sind und zudem mit alles andere als günstigen Wechselkursen konfrontiert werden…
Zunächst einmal können Sie durch die Weitergabe des b-sharpe-Währungsrechners an Ihre Kunden und dessen Nutzung für die Devisengeschäfte Ihrer Filiale Ihre Wechselkursgebühren ganz einfach senken.


