Handelsdiskont: schnellere Zahlungen
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Der Handelsdiskont – oder wie Sie Ihren Cashflow optimieren

Als wirtschaftliche Vereinbarung zwischen Dienstleister und Kunde gewährt der Handelsrabatt dem Kunden einen Preisnachlass, sofern er die vom Lieferanten festgelegte Zahlungsfrist einhält.

Zahlungsausfälle sind eine Quelle von Spannungen und Haushaltsungleichgewichten und stellen eine echte Gefahr für die langfristige finanzielle Gesundheit des Unternehmens dar. Daher ist der Handelsrabatt die ideale Lösung, um den Kunden zu motivieren, seine Zahlungen fristgerecht zu leisten und so zu einem guten Cashflow-Management seines Dienstleisters beizutragen. Wie funktioniert das? Die Antwort finden Sie in diesem Artikel!

Definition des Handelsrabatts

Der Begriff „Skonto“ leitet sich vom italienischen Wort „scontare“ ab, was „abziehen“ (oder „Abzug“) bedeutet, und bezeichnet die Praxis, bei der ein Unternehmen seinem Kunden einen Preisnachlass gewährt, sofern dieser innerhalb einer im Voraus festgelegten Frist bezahlt.

Im geschäftlichen Kontext bindet der Skonto das liefernde Unternehmen (das Waren und/oder Dienstleistungen bereitstellt) somit an bestimmte, von ihm ausgewählte Kunden. Er ist vom Bankdiskont zu unterscheiden, einem Verfahren, das insbesondere bei der Verwaltung von Handelswechseln zum Einsatz kommt.

Der Handelsrabatt ist zwar nicht verpflichtend, stellt jedoch für beide Seiten oft eine interessante Strategie dar, um den Kunden zu einer möglichst frühen Zahlung (oder sogar zur Barzahlung) zu motivieren:

  • Das Dienstleistungsunternehmen profitiert von einer besseren Übersicht und einer besseren Verwaltung seines Cashflows;
  • Der Kunde erhält einen Rabatt, der sich positiv auf seine Liquidität auswirkt.

Achtung: Den Handelsskonto mit einem Nachlass, einem Rabatt oder einem Preisnachlass zu verwechseln, wäre eine sprachliche Ungenauigkeit, da diese nicht von einer bestimmten Zahlungsfrist abhängen. Ein Rabatt hängt vielmehr vom Auftragsvolumen ab und gilt nur für die betreffende Rechnungsposition und nicht für den Gesamtbetrag.

Einen Handelsrabatt festlegen

Berechnung

Der durch den Handelsrabatt gewährte Preisnachlass wird auf den gesamten Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer (MwSt.) berechnet. Auf diesen Betrag wird anschließend der entsprechende Mehrwertsteuersatz (MwSt.) angewandt.

Gut zu wissen: Zur Erinnerung: Alle Mehrwertsteuersätze sowie deren Anwendungsbedingungen finden Sie in unserem Artikel über die Bemessungsgrundlagen, Sätze und Befreiungen der Schweizer Mehrwertsteuer im Jahr 2021.

Die richtige Formel lautet also:

Handelsrabatt = (Gesamtbetrag ohne MwSt. × Rabattsatz) × (1 + MwSt.)

Rechenbeispiel:

  1. Eine Ware wird mit 500 CHF (ohne MwSt.) zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz (2,5 %) in Rechnung gestellt.
  2. Bei Barzahlung wird ein Skonto von 10 % gewährt.
  3. Der Kunde bezahlt bar und erhält dadurch den Handelsrabatt.
  4. Der Gesamtbetragsrabatt berechnet sich wie folgt:

Handelsrabatt = (500 x 10 %) x (1 + 2,5 %) = 50 x 102,5 % = 51,25 CHF.
Achtung: Je nachdem, ob Sie Lieferant oder Kunde sind, wird der so ermittelte Betrag in Ihrer Buchhaltung unter einem anderen Posten verbucht.

Entscheidungskriterien

Obwohl der Handelsrabatt es dem Dienstleister ermöglicht, einen Teil seines Kundenstamms zu binden und zu halten und gleichzeitig sein Liquiditätsmanagement zu verbessern, entsteht bei jedem Verkauf, für den ein Rabatt gewährt wird, ein Einnahmeausfall, der langfristig die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigen kann.

Die Entscheidung, ob diese Lösung genutzt werden soll oder nicht, setzt daher voraus, dass man im Vorfeld den dadurch im Laufe des Jahres erzielten Betrag schätzt und ihn mit den Verlusten vergleicht, die durch einen bestimmten Prozentsatz an Zahlungsausfällen im gleichen Zeitraum entstehen. Die Analyse der Kapitalflussrechnung ist daher für diese Entscheidung von entscheidender Bedeutung.

Gut zu wissen: Der Dienstleister kann für dieselbe Gegenleistung mehrere Rabattsätze festlegen, die je nach der Zeit, die der Kunde für die Zahlung benötigt, stufenweise sinken. Die Zahlungsfristen werden vom Unternehmen frei festgelegt.

Ihre Branche sowie die Absichten Ihres Kunden hinsichtlich eines möglichen Preisnachlasses sind ebenfalls gute Anhaltspunkte. Zögern Sie daher nicht, mit Ihren Kunden ins Gespräch zu kommen, um herauszufinden, ob eine solche Lösung in Frage käme.

Wenn Sie sich für einen Handelsrabatt entscheiden, sollten Sie auch bedenken, dass der Rabattsatz, sobald er festgelegt ist, wahrscheinlich unverändert bleiben wird: Eine Erhöhung würde das Unternehmen belasten, eine Senkung hingegen den Kunden verärgern.

Wird ein Handelsrabatt gewährt, muss dieser zwingend deutlich und lesbar auf der Rechnung angegeben werden, beispielsweise in folgender Form:

„[…] ein Handelsrabatt in Höhe von X %, der unter der Voraussetzung einer Zahlung vor dem XX.XX.XXXX gewährt wird“.

Gut zu wissen: Im Schweizer Rechnungsstellungsprozess begleichen Schweizer Kunden ihre Rechnungen in der Regel innerhalb von 10 bis 30 Tagen. Ein Skonto wäre daher sinnvoller, um Zahlungen innerhalb einer kürzeren Frist zu belohnen.

Vorteile des Handelsrabatts

Während der Vorteil des Handelsrabatts für den Kunden auf der Hand liegt, da er einen Preisnachlass auf seine Bestellung erhält, sind die Vorteile für den Lieferanten ebenso groß:

  • Das Unternehmen vermeidet zahlreiche Zahlungsausfälle und motiviert so seine Kundschaft;
  • Das Unternehmen verfügt über mehr Liquidität für sein Cash-Management;
  • Das Unternehmen pflegt seine wichtigsten Geschäftsbeziehungen.

Auch wenn der Handelsrabatt für den Kunden eine lohnende Gelegenheit zu sein scheint, steht es ihm dennoch frei, die festgelegten Zahlungsfristen einzuhalten oder nicht. Dieser Aspekt muss vom Dienstleister also weiterhin berücksichtigt werden!

Dennoch können die durch diese Lösung erzielten Gewinne für den Kunden so hoch sein, dass es für ihn manchmal in Betracht kommt, einen Bankkredit aufzunehmen, um seine Zahlungen leichter leisten zu können. Dabei geht es darum, den Bankzinssatz mit dem Diskontsatz und der jährlichen Bestellhäufigkeit zu vergleichen.

Der Handelsrabatt stellt somit einen Kompromiss dar, von dem beide Seiten profitieren, sofern Dienstleister und Kunde guten Willen zeigen. Diese Lösung eignet sich auch für den internationalen Rechnungsstellungsprozess.

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