ESR, ESRB, SBVR: Was sind die Unterschiede?
Die Abkürzungen für die drei Arten von Einzahlungsscheinen, die in der Schweiz seit Jahren verwendet werden – BVR, BVRB und SBVR – dürfen nicht verwechselt werden.
• Die seit 1906 in der Schweiz verwendeten Einzahlungsscheine werden schrittweise durch die moderneren QR-Rechnungen ersetzt.
• Der rote Einzahlungsschein (BV, ohne Referenznummer) wird von Hand ausgefüllt, während der orange Einzahlungsschein (BVR, mit Referenznummer) vom Rechnungssteller vorausgefüllt wird, um eine automatisierte Zahlung zu ermöglichen.
• b-sharpe unterstützt diese alten Zahlungsmittel nicht mehr und bietet stattdessen moderne, effiziente und kostengünstige Lösungen wie die QR-Rechnung an.
Wussten Sie, dass Einzahlungsscheine in der Schweiz bereits seit 1906 verwendet werden? Damals waren sie grün, dreiteilig und wurden von der Post verwendet.
Mehr als ein Jahrhundert später kommen die ersten Schweizer QR-Rechnungen auf den Markt und lösen nach und nach die alten orangefarbenen und roten Einzahlungsscheine ab. Doch kennen Sie diese Einzahlungsscheine und die Merkmale, die sie unterscheiden, wirklich gut?
Was ist ein Einzahlungsschein?
Ein Einzahlungsschein ist ein Dokument, das in der Schweiz verwendet wird, um eine Zahlung (in bar oder per Bank- oder Postüberweisung) auf ein Bankkonto vorzunehmen.
Dieses von Postfinance (dem Finanzinstitut der Schweizerischen Post) angebotene Zahlungsmittel wird in der Schweiz seit 1906 in verschiedenen Formen verwendet, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben.
In den letzten Jahren liegen sieben verschiedene Arten von Einzahlungsscheinen der Mehrheit der in der Schweiz ausgestellten Rechnungen bei und werden sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen verwendet.
Einzahlungsscheine bieten tatsächlich gewisse Vorteile. Ihre Empfänger erhalten sämtliche für die Zahlung erforderlichen Informationen auf einem einzigen Dokument. Zudem muss der Empfänger diese Angaben nicht manuell eintragen, wenn ein ausgedruckter Einzahlungsschein einer Rechnung beiliegt.
Hinweis: Da QR-Rechnungen die Einzahlungsscheine zunehmend ablösen, unterstützt b-sharpe diese alten Zahlungsmittel nicht, bietet Ihnen jedoch die modernsten, effizientesten und kostengünstigsten Zahlungslösungen an.
Was sind die Unterschiede zwischen den roten und den orangefarbenen Einzahlungsscheinen?
Unter den sieben in der Schweiz gebräuchlichen Arten von Einzahlungsscheinen lassen sich zwei Hauptkategorien unterscheiden: die roten und die orangefarbenen Einzahlungsscheine.
Auch „Einzahlungsschein ohne Referenznummer“ genannt, ermöglicht der rote Einzahlungsschein (BV) eine direkte Einzahlung auf das Bankkonto eines Empfängers. Er wird in der Regel von Hand ausgefüllt.
Auch „Einzahlungsschein mit Referenznummer“ genannt, ermöglicht der orangefarbene Einzahlungsschein (BVR) eine automatisierte Einzahlung auf das Konto eines Empfängers, da er bereits vom Rechnungssteller vorausgefüllt wird.
Neben diesem grundlegenden Unterschied weisen die roten und orangefarbenen Einzahlungsscheine eine Reihe weiterer Unterschiede auf.
Im Gegensatz zu den roten Einzahlungsscheinen weisen die orangefarbenen Einzahlungsscheine folgende Merkmale auf:
- haben eine Referenznummer und werden den Schuldnern eindeutig zugeordnet;
- ermöglichen die Automatisierung des Zahlungsabgleichs;
- ermöglichen es, Mahnungen einfach und automatisch zu versenden.
Im Gegensatz zu den orangefarbenen Einzahlungsscheinen weisen die roten Einzahlungsscheine folgende Merkmale auf:
- können vollständig manuell bearbeitet werden;
- verfügen bei Bedarf über ein zusätzliches Informationsfeld;
- sind teurer, da bei Barzahlungen Gebühren anfallen.
Was ist ein BVR?
Definition
Ein orangefarbener Einzahlungsschein mit Referenznummer (BVR) ist ein Dokument, das eine automatisierte Rechnungsstellung und Einziehung ermöglicht.
Wie der Name schon sagt, verfügt dieser Beleg über eine aufgedruckte Referenznummer, die den Rechnungsstellungsprozess einfacher und sicherer macht.
Die Referenznummer jedes Belegs kann nämlich von speziell dafür vorgesehener Software entschlüsselt werden, die den entsprechenden Zahlungseingang automatisch in Schweizer Franken oder in Euro verbucht.
Aus diesem Grund wird dieses Verarbeitungssystem von zahlreichen Unternehmen genutzt, insbesondere wenn sie umfangreiche Finanztransaktionen abwickeln.
Funktionsweise der Referenznummer
Die Länge der Referenznummer eines BVR variiert je nach den an der Transaktion beteiligten Bankkonten. So kann die Nummer aus 15 bis 26 Ziffern bestehen und beliebig geändert werden, mit Ausnahme der allerletzten Ziffer, die als „Prüfziffer“ dient.
Die übrigen Ziffern lassen sich mühelos mit einer kostenlosen Software generieren und bilden den Code der endgültigen Referenznummer. Sie beziehen sich insbesondere auf:
- den Rechnungsbetrag;
- die Rechnungsnummer;
- die Bankleitzahl;
- die BVR-Teilnehmernummer.
Gut zu wissen: Es gibt zwei unterschiedliche Varianten der orangefarbenen Einzahlungsscheine, den BVR und den BVR+ (bei dem Sie den zu zahlenden Betrag selbst eintragen können).
Was ist ein BVRB?
Ein Einzahlungsschein mit Bankreferenz (BVRB) ist eine Variante des BVR für Start-ups und kleine Unternehmen, die nicht über die erforderliche Infrastruktur für eine automatisierte Verarbeitung von Finanztransaktionen verfügen. BVRB-Belege können vorgedruckt bei den Banken bestellt werden.
Bei diesem Beleg erfolgt die Identifizierung entweder über:
- die Bankverbindung;
- die in der Referenznummer enthaltene Kundennummer;
- die Bank-ID.
Achtung: Mit BVRB-Einzahlungsscheinen lassen sich Zahlungseingänge nicht automatisch mit der Buchhaltung des Unternehmens abgleichen.
Was ist ein SBVR?
Ein Einzahlungsscheinsystem mit Bankreferenz (SBVR) ist eine Variante des BVR für Unternehmen, die über eine Software zur Verarbeitung von BVR verfügen. Diese meist direkt von den entsprechenden Bankinstituten bereitgestellte Spezialsoftware ermöglicht es ihnen, ihre Buchhaltung fortlaufend zu automatisieren.
Was sind die Unterschiede zwischen BVR, BVRB und SBVR?
Diese drei Bezeichnungen stehen also für drei unterschiedliche Arten orangefarbener Einzahlungsscheine. Im Gegensatz zu den roten Einzahlungsscheinen verfügen diese drei Belege über Referenznummern, um eine Automatisierung des Rechnungsstellungsprozesses zu ermöglichen.
Hier sind die Unterschiede zwischen diesen drei Bezeichnungen:
- BVR bezeichnet einen Einzahlungsschein mit Referenznummer, der die Rechnungsstellung vereinfacht und automatisiert;
- BVRB bezeichnet einen Einzahlungsschein mit Bankreferenz für kleine Unternehmen, der mit einer Rechnungsnummer der Bank oder der Post bedruckt werden kann;
- SBVR bezeichnet ein Einzahlungsscheinsystem mit Bankreferenz für Unternehmen, die über eine Software zur Verarbeitung von BVR verfügen.
Rote und orangefarbene Einzahlungsscheine werden seit Jahren von Schweizer Unternehmen und Privatpersonen für ihre Rechnungsstellungs-, Zahlungs- und Inkassoprozesse genutzt. Sie ermöglichen es ihnen insbesondere, diese Vorgänge zu vereinfachen und zu automatisieren, die bei manueller Bearbeitung mitunter sehr mühsam sein können.
Die orangefarbenen Einzahlungsscheine gibt es in drei unterschiedlichen Formen (BVR, BVRB und SBVR), die verschiedenen Strukturen, Tätigkeiten und Abläufen entsprechen und Möglichkeiten bieten, die speziell auf die Profile der Aussteller und Empfänger zugeschnitten sind.


