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Finanzen & Steuern

Herkömmlicher Kredit vs. Fremdwährungskredit: Was soll man wählen?

Für viele Grenzgänger zwischen Frankreich und der Schweiz stellt sich die Frage, ob sie zur Finanzierung ihres Immobilienprojekts einen Kredit in Euro oder einen Kredit in Schweizer Franken wählen sollen. Eine Lösung, die hinsichtlich des Wechselkursrisikos praktischer, aber auch komplexer ist – erfahren Sie, worin sich ein Fremdwährungskredit letztlich von einem herkömmlichen Kredit unterscheidet.

Immobilienkredit: in Fremdwährung oder klassisch?

Fremdwährungskredite: eine Lösung für das Wechselkursrisiko

Die Aufnahme eines Immobilienkredits in Fremdwährung ist eine Option, die jeder Grenzgänger in Betracht ziehen kann, der in seinem Heimatland investieren möchte. Denn ein französischer Staatsbürger, der sein Gehalt in Schweizer Franken erhält, setzt sich automatisch einem Wechselkursrisiko aus, sobald er einen Immobilienkredit in Euro aufnimmt.

Daher ermöglicht ein Fremdwährungskredit den Erhalt eines Kapitals in Schweizer Franken, das nach der Umrechnung in Euro zur Finanzierung des Immobilienprojekts dient, um anschließend den Betrag schrittweise in Schweizer Franken, der Währung, in der das Gehalt ausgezahlt wird, zurückzuzahlen. Auf diese Weise wird das Wechselkursrisiko während der Rückzahlungsphase des Kredits ausgeglichen.

Fremdwährungskredit: ein aufgeschobenes Risiko?

Dennoch lässt sich das Wechselkursrisiko bei einem solchen Fremdwährungskredit nicht vollständig vermeiden. Nehmen wir an, dass der Schweizer Franken (der im Übrigen als starke Währung gilt) langfristig gegenüber dem Euro an Wert gewinnt. In diesem Fall wird der beim künftigen Wiederverkauf der Immobilie in Frankreich (in Euro) erzielte Betrag durch das Wechselkursrisiko beeinflusst. Sein Wert in CHF wird also im Vergleich zum Zeitpunkt der Darlehensunterzeichnung geringer sein!

Die Entscheidung für einen Kredit in Euro oder Schweizer Franken wird daher stark von den Wechselkursschwankungen beeinflusst. Je nach Zeitraum und wirtschaftlichem Umfeld kann es manchmal sinnvoller sein, sich für einen herkömmlichen Kredit statt für einen Fremdwährungskredit zu entscheiden… Wägen Sie selbst die Vor- und Nachteile ab!

Auf die Unwägbarkeiten des Lebens vorbereitet sein

Wenn man sich verpflichtet, einen Kredit über mehrere Jahre hinweg zurückzuzahlen (noch dazu in Fremdwährung), muss man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Dazu gehört auch der Verlust Ihres Arbeitsplatzes in der Schweiz. Sollte ein solches Ereignis eintreten, würde Ihr bisheriges Gehalt in CHF durch französische Abfindungszahlungen ersetzt, die wiederum in Euro ausgezahlt werden.

In einer solchen Situation ist der Kreditnehmer dennoch verpflichtet, sein Fremdwährungskredit in Schweizer Franken zurückzuzahlen, und trägt somit das volle Währungsrisiko, das er eigentlich unbedingt vermeiden wollte!

Zudem muss bei anderen Initiativen, wie beispielsweise der Übernahme eines Fremdwährungshypothekendarlehens durch eine andere Bank, der neue Wechselkurs berücksichtigt werden.
Gut zu wissen: Manchmal ist es möglich, ein Darlehen aus Euro und Schweizer Franken zu kombinieren, d. h. einen Kompromiss zwischen einem herkömmlichen Darlehen und einem Fremdwährungsdarlehen zu finden.

Die Kreditbedingungen

Zinsarten

Ein Fremdwährungskredit kann jedem Grenzgänger den Zugang zu einem zinslosen Darlehen (PTZ) ermöglichen. 

Auch wenn dadurch die Kosten für die Rückzahlung eines Immobilienkredits erheblich gesenkt werden, sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen:

  • die Finanzierung des ersten Immobilienkaufs;
  • einen Neukauf finanzieren;
  • über begrenzte finanzielle Mittel verfügen (abhängig von der Anzahl der Haushaltsmitglieder und der geografischen Lage der Immobilie).

Bitte beachten Sie: Das PTZ-Darlehen kann das Hauptdarlehen ergänzen, aber nicht ersetzen.

Ein Fremdwährungskredit kann sich also als vorteilhaft erweisen, sofern der Kreditnehmer die oben genannten Bedingungen erfüllt.

Eigener Beitrag

Ein französischer Grenzgänger, der einen Fremdwährungskredit aufnehmen möchte, kann bis zu 10 % seines Eigenkapitals aus der Schweizer Rente bestreiten, in die er im Rahmen seiner Tätigkeit in der Schweiz einzahlt.

Abgesehen von dieser Besonderheit bleibt die maximale Verschuldungsquote auf ein Drittel festgelegt (wie bei einem herkömmlichen Darlehen in CHF) und wird auf derselben Grundlage berechnet, nämlich:

  • das gesamte Haushaltseinkommen (Löhne, Mieteinnahmen, eventuelle Renten);
  • abzüglich der Gesamtausgaben (Kredite, eventuelle Renten);
  • abzüglich der geschätzten monatlichen Raten.

Anhand dieser Berechnung kann die Bank die Bonität (bzw. die Kreditwürdigkeit) des Kunden einschätzen und entscheiden, ob seinem Antrag stattgegeben wird oder nicht.

Ihre persönlichen und beruflichen Lebensumstände, die aktuelle Wirtschaftslage, das Gleichgewicht im Währungspaar EUR/CHF oder auch das Projekt, das Sie finanzieren möchten… Wer sich zwischen einem Kredit in Euro und einem Kredit in Schweizer Franken entscheiden möchte, muss zahlreiche Faktoren berücksichtigen.

Darüber hinaus können Sie, wenn Sie den EUR/CHF-Wechselkurs täglich im Auge behalten, bei der Durchführung Ihrer Transaktion von den besten Wechselkursen profitieren.

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