Sanduhr aus Holz mit goldenem Sand, Miniaturhaus und EUR-Banknote, Sinnbild für Zeit und Geldwechsel
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Finanzen & Steuern

Der Terminverkauf – der ideale Schutz vor Wechselkursrisiken für Privatpersonen?

Sind Sie Expat in der Schweiz oder Grenzgänger und möchten sich gegen Wechselkursrisiken absichern? Zu diesem Zweck greifen viele Privatpersonen auf den Terminkauf-Service ihrer Bank zurück, in der Annahme, so Geld sparen zu können, ohne ein Risiko einzugehen. Doch nur in den seltensten Fällen ist dies die beste Lösung, die Ihnen zur Verfügung steht... Hier die Erläuterungen.

In Kürze

• Der Terminverkauf (oder Kurssicherung) ermöglicht es Privatpersonen, mit ihrer Bank einen festen Wechselkurs zu vereinbaren, in der Regel für 3, 6 oder 12 Monate.
• Die Bank legt diesen Terminkurs anhand des Spot-Kurses und der Zinssätze der betreffenden Währungen fest, ohne den künftigen Kurs vorherzusagen.
• Diese Lösung schützt vor einer ungünstigen Kursentwicklung, verhindert aber auch, von einer günstigen Entwicklung zu profitieren — ein Kompromiss, den es abzuwägen gilt.

Was ist ein Terminverkauf?

Ein Terminverkauf, auch Wechselkursgarantie genannt, ist ein Vertrag zwischen einer Privatperson und einer Bank, der es Ihnen ermöglicht, den Wechselkurs festzuschreiben, der bei Ihren Währungsumrechnungen in den kommenden Monaten angewendet wird.

Bei der Umrechnung von Schweizer Franken in Euro verpflichtet der Terminverkauf den Bankkunden somit, der Bank jeden Monat einen bestimmten Betrag in Schweizer Franken gegen einen bestimmten Betrag in Euro zu verkaufen, und zwar zu einem im Vertrag im Voraus festgelegten Kurs.

Ein Terminverkauf hat in der Regel eine Laufzeit von 3, 6 oder 12 Monaten und ermöglicht es Ihnen so, sich gegen eine mögliche ungünstige Wechselkursschwankung zwischen den beiden Währungen abzusichern – gleichzeitig verhindert er jedoch, dass Sie von einer günstigen Entwicklung profitieren. Indem sie jede Kursschwankung einfriert, bietet die Wechselkursgarantie auf den ersten Blick eine attraktive budgetäre Planungssicherheit.

Wie funktioniert ein Terminverkauf?

Funktionsweise

Um den Terminkurs festzulegen, der für die von ihr angebotene Wechselkursgarantie gilt, stützt sich die Bank direkt auf die bereits am Markt verfügbaren Informationen, nämlich:

  • den Kassakurs, also den Kurs, der sofort für die Umrechnung zur Verfügung steht;
  • die Soll- und Habenzinsen für die betreffenden Währungen über die im Vertrag festgelegten Laufzeiten.

Anhand dieser Daten bietet die Bank einen Terminkurs an, der folglich nicht auf einer Prognose des Kassakurses bei Fälligkeit des Vertrags beruht.

Beim Abschluss eines Terminverkaufs nutzt die Bank einen Terminkontrakt auf dem Devisenmarkt, mit dem sie sich verpflichtet, zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Menge Schweizer Franken zu verkaufen, wofür sie im Gegenzug einen entsprechenden Betrag in Euro zum zuvor festgelegten Terminkurs erhält.

Beispiel

Um sich gegen das Wechselkursrisiko abzusichern, schliesst ein Grenzgänger mit seiner Bank einen Terminverkauf ab. Die Bank verpflichtet sich damit, für jede Rücküberweisung in Schweizer Franken, die ihr Kunde in den nächsten 6 Monaten vornimmt, denselben Terminkurs anzuwenden. Zum Beispiel 6 Rücküberweisungen von je 3’500 CHF zu einem Kurs von 0,9.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Kunde, die vereinbarten Beträge systematisch zu den festgelegten Terminen zu leisten, also 21’000 CHF über einen Zeitraum von 6 Monaten. Bei jeder monatlichen Zahlung von 3’500 CHF schreibt die Bank dem Konto ihres Kunden 3’150 € gut, was nach Ablauf des festgelegten Zeitraums einer Gesamtsumme von 18’900 € entspricht.

Terminverkauf: zahlreiche Einschränkungen und Nachteile

Ein teures Produkt

Auch wenn er wie eine wirksame Lösung gegen das Wechselkursrisiko und damit wie eine Sparmöglichkeit erscheinen mag, ist der Terminverkauf in Wirklichkeit sehr kostspielig.

Um in den Genuss des angebotenen Schutzes zu kommen, muss der Kunde nämlich mit folgenden Kosten rechnen:

  • nicht zu vernachlässigende Bearbeitungsgebühren, die bei den meisten Banken in der Regel bei rund hundert Euro liegen;
  • die Marge (oft beträchtlich), die sich das Bankinstitut einräumt.

Bei Letzterer sollten Sie bedenken, dass sie bei einer ungünstigen Wechselkursentwicklung die geschützten Beträge schlicht zunichtemachen kann.

Gut zu wissen: Bei einem Kunden, der jeden Monat 5’000 CHF überweist, kann die Bank über ein ganzes Jahr hinweg bis zu 900 Euro an Wechselgebühren erheben!

Sollte der Schweizer Franken im Laufe dieses Jahres zudem unglücklicherweise an Wert gewinnen, würde der Kunde gleich doppelt verlieren …

Ein riskantes Produkt

Der Terminverkauf verpflichtet den Kunden vertraglich dazu, monatliche Zahlungen an seine Bank zu leisten. Unwägbarkeiten des Lebens können ihn jedoch leider daran hindern, diesen Zahlungen nachzukommen.

Familiäre Gründe, ein Unfall, eine unvorhergesehene Ausgabe … So legitim diese Gründe für den Zahlungsausfall auch sein mögen, für das Bankinstitut spielen sie keine Rolle – es ist dann berechtigt, die Zahlung von Vertragsstrafen zu verlangen. Die Monatsenden über die Runden zu bringen, kann dann schwierig werden …

Je nach Komplexität der beruflichen Situation oder der Herkunft des Einkommens kann es zudem vorkommen, dass Sie Ihre Euro in Schweizer Franken umtauschen müssen, um sie im Rahmen Ihrer Wechselkursgarantie erneut in Euro umzutauschen, wodurch zweimal Wechselgebühren anfallen!

Schliesslich weisen zwar manche Banken darauf hin, dass sich der Terminvertrag im Falle einer Kündigung auflösen lässt, doch ist dies nicht kostenlos. Bei genauer Lektüre der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Terminverkaufs wird der Kunde feststellen, dass die Auflösung des Vertrags wegen Kündigung umso höhere Vertragsstrafen nach sich zieht, je weiter der Vertragsablauf in der Zukunft liegt.

Terminverkauf: Tipps und Alternative

Zu treffende Vorsichtsmassnahmen

Falls Sie trotz dieser Warnhinweise dennoch einen Terminverkauf abschliessen möchten, hier unsere Empfehlungen:

  • Begrenzen Sie den Betrag, den Sie für eine Wechselkursgarantie einsetzen, auf 30 % Ihres Einkommens. Falls der Vertrag dies nicht zulässt (zum Beispiel weil Ihr Einkommen nicht ausreicht), schliessen Sie einfach keinen Terminverkauf ab. Für die restlichen 70 % oder für Ihr gesamtes Gehalt sollten Sie einen Online-Wechselkursdienst mit Vorzugskurs in Betracht ziehen.
  • Begrenzen Sie die Laufzeit des Terminverkaufs auf 3 Monate. Diese kurze Laufzeit ermöglicht es Ihnen, im Falle eines Problems noch umzuschwenken. Vermeiden Sie unbedingt Laufzeiten von 6 oder 12 Monaten.
  • Achten Sie darauf, vor der Unterzeichnung allfällige versteckte Bedingungen zu kennen. Scheuen Sie sich nicht, unangenehme Fragen zu stellen – etwa zu den Voraussetzungen für die Auflösung des Vertrags, den Kosten eines solchen Vorgehens oder dem Vorgehen im Falle einer Kündigung oder eines Zahlungsausfalls.

Alternative zum Terminverkauf

Teuer, riskant … Der von den Banken angebotene Terminverkauf ist nicht die ideale Lösung, um sich gegen das Wechselkursrisiko abzusichern.

Dennoch bietet b-sharpe Ihnen eine kostengünstigere, sichere und ebenso wirksame Alternative über seinen Online-Wechselkursdienst, der hinsichtlich der Margen weitaus attraktiver und zudem wesentlich transparenter ist!

Gut zu wissen: Als Vermittler für Privatpersonen bietet b-sharpe keine Wechselkursgarantie an.

Kunden von b-sharpe haben somit die Möglichkeit, den Wechselkurs in Echtzeit festzuschreiben, indem sie während unserer Öffnungszeiten unseren Handelsdienst anrufen. Sobald der Kurs festgeschrieben ist, haben die Kunden 48 Stunden Zeit, um die Gelder zu überweisen, und schützen sich so vor Wechselkursschwankungen zwischen dem Versand der Gelder von ihrer Bank und deren Eingang bei b-sharpe.

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